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Mittlerweile
sind wir mehrere Tausend Kilometer mit dem Scottoiler gefahren und sind
begeistert von dem Teil.
Nachdem
man die richtige Dosierung gefunden hat braucht man nur darauf achten das
genügend Öl im Vorratsbehälter ist.
Mit der
Dosierung muss man sich eine Weile beschäftigen.
Wir haben einmal das Einstellrad zu weit aufgedreht - Öl auf der Felge.
Lässt sich aber ganz einfach mit einem Tuch abwischen!
Danach etwas zu weit zurückgedreht - Kette zu trocken.
Mittlerweile haben wir die "richtige" Einstellung gefunden.
1-2 Tropfen Öl pro Minute.
Bei Regenfahrten oder längeren Autobahnfahrten die Tropfmenge erhöhen!
Mit einer Füllung schaffen wir zwischen 1.500
und 2.000
km.
In der Lieferung ist ein halber Liter Scottöl dabei, damit könnt Ihr 10
mal den Vorratsbehälter füllen.
Der halbe Liter reicht also für 15.000 bis
20.000km.
Kosten der halben Liter Flasche?
Soviel wie eine gute Dose
Kettenspray............
Noch ein Wort zur Öldosierung.
Im Sommer wenn es
sehr heiß ist, so um die 30°C dann den Einstellregler am Vorratsbehälter
etwas zurückdrehen, im Herbst/Winter unter 13°C die Dosierung etwas erhöhen.
Das Öl wird bei diesen Temperaturen einfach dünnflüssiger bzw.
"zäher".
Aber das ist nur ein Handgriff am Vorratsbehälter.
Das
Nachfüllen des Vorratsbehälters hat sich als problemlos herausgestellt.
Einfach den "Gummiteil" vom Entlüftungsschlauch entfernen und die
Ölflasche, welche mit einem Schlauch versehen ist, an den Vorratsbehälter
anschließen.
Noch ein paar wichtige Tipps zum Einbau.
Gleich vorweg, alle Teile
die zur Montage benötigt werden sind im Lieferumfang dabei.
Sowohl für den
Vorratsbehälter als auch für den Ölschlauch und Unterdruckschlauch.
Während der Schlauch zur Schwinge verlegt wird, das Bike unbedingt auf den
Hauptständer stellen.
Somit ist das Hinterrad komplett ausgefedert und Ihr
könnt den Schlauch nicht "zu kurz" montieren.
Damit ist
sichergestellt das der Federweg mit eingeplant ist.
Den Vorratsbehälter soweit
es möglich ist oben montieren, wichtig ist nur das der Schlauch immer in einem
Gefälle nach unten verlegt wird.
Ansonsten können sich Luftblasen bilden und
das System ist gestört.
Also wie bei einem Wasserabfluss - immer darauf achten
das ihr ein stetiges Gefälle vom Vorratsbehälter bis zur Kette habt.
Beim
ersten Befüllen vom Vorratsbehälter den Dosierring am Vorratsbehälter voll
aufdrehen sonst dauert es ewig bis, der bis dahin leere Ölschlauch, sich füllt
- bedingt durch den Durchflussbegrenzer.
Ganz wichtig beim späteren Füllen vom
Vorratsbehälter diesen nicht "Überfüllen", das Loch wo das
Endlüftungsstück angebracht wird muss unbedingt frei bleiben!
Das Endstück
unbedingt 1 bis 2mm über der Kette plazieren und am Kettenrad fast anliegen
lassen!
Dadurch tropft das Öl auf jene Stelle der Kette wo die
"Rollen" sind.
Durch die Fliehkraft "Kapilarwirkung" wird
das Öl somit unter die Rollen der Kette gebracht und verteilt sich dort.
Das
Öl kommt also genau dorthin wo es sein soll, mit einem Kettenspray wird Euch
das nie gelingen da 95% des Sprays nur außen an der Kette außen haften aber
nicht unter die Rollen kommen wird.
Ein Wort noch zum Unterdruck - Schlauch
welcher den Scottoiler ein bzw. ausschaltet.
Alle Teile die Ihr für den
Anschluss benötigt sind im Lieferumfang dabei, egal für welche Marke Ihr den
Scottoiler benutzen wollt.
Bei der GSF600S Bandit war es nur ein Handgriff den
Unterdruckschlauch zu montieren.
Auf den 4 Vergasern sitzt jeweils ein Anschluss
für den Unterdruck.
Einer davon ist bereits für den Benzinhahn belegt.
Die
drei anderen sind mit Staubschutzkappen versehen, dort werden z.B. beim Vergaser
Synchronisieren die 4 Messuhren angeschlossen.
Also einfach eine der drei
Staubschutzkappen abnehmen und den Unterdruckschlauch anstecken.
Fazit zum
Schluss, einfach alle 1.000 km Öl im Vorratsbehälter nachfüllen und alle
heiligen Zeiten einmal die Kette mit einem Tuch abwischen, Kettenreiniger ist
dafür nicht notwendig.
Höchstens einmal im Jahr vor der Winterpause ;-).
Mehr
Infos und aktuelle Preise gibt es auf der Seite vom Scottoiler
http://www.scottoiler.de
.
Nachtrag Sommer 2003:
Erfahrungsbericht mit dem Scottoiler, 3.300 km von Wien nach
Sardinien und zurück.
Es gibt nicht sehr viel zu berichten ausser das ich 3 mal
den Vorratsbehälter auffüllen musste.
Das war es dann auch schon was die
Kettenpflege während des gesamten Urlaubes betrifft ;-)).
Wie im obigen Beitrag
schon erwähnt, aufgrund der hohen Temperaturen (~ 37°C) auf Sardinien, einfach
die Tropfmenge etwas zurückstellen, mittlerweile habe ich den Scottoiler über
3 Jahre in Betrieb und kann nur sagen -
Nie mehr ohne!
Der Scottoiler hat sich
hervorragend bewährt, wir hatten noch nie Probleme damit.
Mittlerweile muss man sich ja
den Scottoiler nicht mehr nach Wien schicken lassen, den Scottoiler und die
Nachfüllflaschen bekommt man, z.B. beim Louis in Wien am Kagranerplatz.
Nachtrag Frühjahr 2008:
Der Scottoiler wird heuer 8 Jahre alt.
Keine Probleme bisher, einfach immer nur Öl in den Vorratsbehälter
einfüllen - fertig. |